Ausstattung für die Notunterkünfte der Zukunft.

Ausstattung für die Notunterkünfte der Zukunft.

Die Idee für Einweg-Funktionsmobiliar für Katastrophenhilfe entstand vor dem Hintergrund der Ebola-Epidmie 2016  an der Technischen Universität Dresden. Erste Feld-Versuche wurden im Sommer 2019 in Zusammenarbeit mit dem THW Dippoldiswalde erfolgreich durchgeführt, viele weitere folgten. Auf Fachmesse FLORIAN und im direkten Kontakt brachten Hilfsorganisationen dem Konzept großes Interesse entgegen.

Nach zwei Förderungen des BMBF konnte im Jahr 2020 ein Exist-Gründerstipendium (BMWi) akquiriert werden. Damit verlies AidBoards das universitäre Umfeld teilweise, um mit einem festen Team die Markterprobung vorzubereiten: Im Frühjahr 2022 wird eine erste Pilotserie für umfangreiche Feldtest durch interessierte Oganisationen bereit gestellt.

Historie

Das ursprüngliche Produktkonzept basierte auf Holzwerkstoffen und hat über die Jahre mehrer Transformationen erlebt. Es galt den evaluierten Einsatz-Erfordernissen zu entsprechen und den Erprobungen sowie Labortests Rechnungen zu tragen. Der Grundstein wurde bereits im Jahr 2014 gelegt. Bestimmend war die Suche nach einer Möglichkeit, Potenziale von Holzwerkstoffen auszulasten und andererseits die Berichterstattung zur Ebola-Pandemie in Westafrika. Bilder von Ebola-Treatment-Units gingen um die Welt und die Frage entstand:

Was passiert mit Feldbetten nach Ende eines Einsatzes?

Die Idee eines medizinischen Einwegfeldbetts aus nachwachsenden Rohstoffen ist geboren. Kurz darauf erfolgt die Anregung, ergänzendes Mobiliar auf Basis des Konzepts zu untersuchen, um Notunterkünfte umfassend ausstatten zu können: Tische und Stühle für Aufenthalts- und Behandlungsräume, Schulen und Büros.

In den folgenden Jahren wird die Idee überprüft, dann ausgearbeitet. Es können zwei öffentlich geförderte Projekte akquiriert und die Konzeptionierung vorangetrieben werden. Die Idee bleibt die selbe, doch der Werkstoff ändert sich: Aus Holz wird Schwerwellpappe. Sie ist leichter, noch nachhaltiger und  günstiger als Holz. Die einfache Verarbeitung, gute Verfügbarkeit und ein beispielhafter Recyclingkreislauf tun ihr Übriges. Das Interesse internationaler Hilfsorganisationen am Produkt ist ist groß und steigt mit der zunehmenden Anzahl von Geflüchteten und anderen Hilfsbedürftigen weltweit.

Das Konzept wird beständig weiterentwickelt, die Konstruktion mehrfach überarbeitet und gestestet. Es werden Kooperationen mit wichtigen Partnern geschlossen, Feedback eingeholt und nach Transferwegen gesucht.

Es zeigt sich, das AidBoards ungewöhnliche Wege gehen muss, um einen ungewöhnlichen Markt zu erreichen. Damit kommen neben den wissenschaftlichen Herausforderungen auch immer wieder marktwirtschaftliche Hürden auf das Projekt zu. Eine verfrühte Markteinführung scheitert, eine DIN SPEC wird erarbeitet. Nach einem langen Weg kann dank einer Startup-Förderung 2021 die erste Serie produziert werden: Eine Standardkollektion aus Feldbett, Feldtisch und Feldhocker.

In Zukunft sollen weitere, spezialisierte Produkte entwickelt werden. Die Grundlage dafür liefert der Antrieb der bisherigen Arbeiten: Die Bedürfnisse der Hilfskräfte und Betroffenen vor Ort. Zur Unterstützung dieser Arbeiten sind Entwicklungen u. a. für Outdoor. und Messeausrüstung geplant.

Team

AidBoards kann bedarfsgerecht auf ein großes Netzwerk aus privaten Unterstützern, Wissenschaft, Industrie und humanitärer Hilfe zurück greifen. Die zentrale Projektsteuerung geht von der Professur für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik der TU Dresden aus.

Privatpersonen und Freiberufliche
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Forschung und Prüfung
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